Yoga als ganzheitliches Konzept

Yoga als ganzheitliches Konzept

Körper und Seele – beides ist wichtig!

Im Yoga kommen Menschen aus körperlichen Gründen auf die Matte. Ein immer größer werdender Anteil kommt allerdings wegen seelischer Leiden. 

Viele Menschen sind ausgebrannt und überfordert. Das Hamsterrad, in dem sie laufen wird immer schneller und es fällt ihnen zunehmend schwer mitzuhalten.

Aus diesem Rad zu entkommen ist herausfordernd. Die Folge: Depressionen, Burnout, Überlastung, schwere Erschöpfung.

Um Ruhe und einen Ausgleich zu bekommen, finden sie den Weg auf die Yogamatte.

 

Gerade in der heutigen Zeit – in der Phase der letzten 12 Monate – werden die psychologischen Symptome laut vieler Psychologen und Psychotherapeuten deutlich mehr.

 

Auf der Yogamatte sollte Platz für alle Empfindungen sein, wir können in der Bewegung und im Atem wahrnehmen, welche Befindlichkeit Körper und Geist in diesem Moment haben. Damit ist es möglich den Yoga anzupassen.
Der Yogalehrende kann entweder die Übungen von der Intensität anpassen, oder Varianten anbieten. Der Einsatz von Requisiten (das angenehmere Wort für Hilfsmittel, welches ich seit langem lieber verwende) darf im Yogaunterricht zur Selbstverständlichkeit werden. Wenn ich mich auf der Matte verstehen lerne und mir zuhören kann, dann weiß ich auch, was mir gut tut. Es muss nicht immer höher, weiter, schneller sein. Es darf auch etwas leicht sein! Die Wirkung des Yoga im ganzheitlichen Ansatz ist oft eine sehr emotionale Erkenntnis in meinen Yoga-Kursen

 

In meinen Stunden kommt jeder, zu jeder Yogastunde so an, wie er ist. Und jedes Mal aufs Neue darf die Yogapraxis angepasst werden. Das ist das Prinzip von „YOGA FÜR ALLE“. Der Yoga passt sich dem Menschen an, nicht umgekehrt.

 

Psychologisches Yogacoaching

Wichtig ist, dass wir Yogalehrenden unsere Wahrnehmung in diesem Bereich verfeinern und uns weiterbilden.

Eine Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und Yogalehrern könnte z.B. für den Klienten / Yogateilnehmenden eine positive Wirkung haben.

Dazu bedarf es mehr denn je, einer guten Ausbildung im Bereich Psychologie auch in den Yogalehrer-Ausbildungen. Für die Yogalehrer-Ausbildung,  habe ich Sandra und Michael Walkenhorst mit ihrer Ausbildung im "Psychologisches Yogacoaching" gewinnen können. Diese Ausbildung hat zum Ziel, den Yoga als ganzheitliches Konzept zu vermitteln.

 

Mit Sandra Walkenhorst habe ich über den Anteil der PsyYoCo-Ausbildung bei Ois is Yoga gesprochen und im Interview dazu erklärt Sie, warum das Psychologische Yogacoaching so wichtig wird für die Zukunft der Yogalehrenden.

 

 

Es geht dabei darum, sich mit den Teilnehmenden sicher zu fühlen und sich selbst dabei wahrzunehmen. Wir Yogalehrende spüren und erfahren sehr viel in unserer Arbeit auf der Matte und es braucht Techniken, damit wir unsere Energien gut bei uns behalten und Möglichkeiten zur Resilienz haben. Zum Beispiel in den Tür und Angel Gesprächen vor und nach dem Unterricht. Ebenso wie wir es für unsere Teilnehmer:innen tun, indem wir ihnen Techniken vermitteln, die ihnen Leichtigkeit und Erholung, in Verbindung mit der Selbstreflexion für ihren Alltag bringen.

Im Psychologischen Yogacoaching erlernen wir diese Techniken. Und lernen sie zu nutzen.

 

Yoga in Verbindung mit Psychotherapie

Der Yoga ist mehr als nur Bewegung und Atem. Er wirkt tief und dies sollte jedem Yogalehrenden klar sein. Nur so können wir unseren Teilnehmenden individuell begegnen, sie da abholen, wo sie gerade stehen und im Falle von Fragen auch unterstützend eingreifen. Die Yogapraxis kann in diesem ganzheitlichen Kontext neben und in Absprache mit den Therapeuten angepasst werden.

 

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz arbeitet auch meine, in Norddeutschland praktizierende Business-Kollegin Dinah-Ann Lendzian.

Sie hat einen sehr guten Artikel zum Thema "Was ist Psychotherapie?" in ihrem Blog veröffentlicht, den ich heute gerne empfehle und der mir aus dem Herzen spricht.

 

"Die" Psychotherapie gibt es nicht. Es ist wichtig, den ganzen Menschen zu sehen, der mit seinen Störungen im Denken, Fühlen und Handeln den Weg in die Praxis findet. 

 

Denn Psychotherapie heißt übersetzt, die Behandlung der Seele.

Die Therapie der Klienten ist etwas Individuelles! Die Menschen bekommen die Möglichkeit mit und durch die Therapie, die eigenen "Störungen" zu erkennen. Mit den "Werkzeugen der Therapie", welche dem Klienten zur Verfügung gestellt werden, erlernen sie diese zu bearbeiten und umzukehren bzw. auch zu nutzen, um Stärke daraus zu gewinnen. Damit entsteht ein Prozess, der ihnen hilft sich selbst besser zu verstehen. Was in meinen Augen sehr wichtig ist, denn Psychotherapie ist kein Makel.

 

In den meisten Fällen wissen Betroffene zuerst gar nicht, warum sie so empfinden und können mit einem solch ganzheitlichen Ansatz erfahren, dass es Ursachen hat. Erkennen wir diese, fällt es uns oft leichter, damit umzugehen. Diese Erfahrung kann ein großes Geschenk für das Leben sein.

 

Yoga ist Gesundheitsprävention

Wichtig ist, dass der Yoga in der Gesundheitsprävention seine Akzeptanz findet, so wie es viele Yogalehrer-Verbände und Yogalehrende seit Jahren fordern.

Würde der Yoga diese Akzeptanz der Gesundheitsprävention bekommen, dann hätten die Yogalehrenden in Ärzten und Therapeuten Ansprechpartner, die sie wertschätzen für ihre Arbeit. Es gibt immer noch zu wenig Ärzte, die den Yoga als gesundheitspräventive Methode anerkennen. Dies würde den Menschen in den Kursen und den Yogalehrenden, die diesen Ansatz des Yoga verfolgen, sehr helfen. 

 

In meiner Yogalehrer-Ausbildung wurden wir sowohl von der Medizin- als auch der Psychologie-Dozentin ermutigt, dass wir Kontakt aufnehmen mit den Ärzten und Therapeuten. Dort nachfragen, wenn wir unsicher in der Arbeit mit unseren Teilnehmer:innen sind in bestimmten Fällen. Leider findet dieser Austausch zu wenig statt, da viele Ärzte den Yoga nicht richtig kennen und ihn deshalb zu wenig beachten.

 

"Den" Yoga gibt es nicht! Der Yoga ist mehr als nur Bewegung. Durch das Führen der Bewegung im Rhythmus des Atems beruhigt sich der Geist. Die Gedanken ziehen sich zurück. Der jeweilige Moment tritt in den Vordergrund und hat Priorität. Im Hier und Jetzt präsent zu sein, lässt es nicht zu in der Vergangenheit zu suchen oder in die Zukunft zu träumen. Durch den Zustand des Jetzt können wir viele Dysbalancen in den Ausgleich bringen. Diese Zustände sind sehr individuell und es wird ein Yoga mit individuellen Anpassungen benötigt.

 

Die Wirkung des Yoga kann zu innerer Ruhe führen. Körperliche Verspannungen oder Unruhezustände geben uns Hinweise auf Dysbalancen. Die Psychotherapie kann Gemütszustände ausgleichen und tief verankerte Muster lösen. Die stabilisierende Wirkung des Yoga als ganzheitliches Konzept, kann sich unterstützend auf den Körper und die Seele auswirken. 

  

Mein Fazit

Ich sehe in einem ganzheitlich gesundheitspräventiven Weg, die Chance für jeden Menschen sich weiter zu entwickeln und besser kennenzulernen. Nutzen wir diese Chance für uns selbst und bieten sie unseren Teilnehmer:innen in einem Yoga als ganzheitliches Konzept an.

  • Möchtest Du mehr wissen über das ganzheitliche Konzept der Yogalehrer-Ausbildung, dann fordere das umfangreiche Konzept an und sei dabei ab November 2021.
  • Bist du interessiert am ganzheitlichen Yogaunterricht, schau mal in die Kurszeiten, da ist sicherlich etwas dabei.
  • Hier kannst du mehr erfahren über mein Konzept des ganzheitlichen Yoga.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Dinah-Ann Lendzian (Montag, 08 März 2021 09:01)

    Liebe Claudia,

    sehr wertvoll Dein Beitrag und Deine ganzheitliche Sichtweise. Ja - es ist wichtig, dass wir uns vernetzen und gegenseitig unterstützen. Deshalb danke ich Dir für die Empfehlung meines Artikels zu integrativer, ganzheitlicher Psychotherapie. Auch wenn wir räumlich weit voneinander entfernt sind, empfinde ich es als sehr schön, mich mit Gleichgesinnten zu verbinden!

    Lass uns gemeinsam immer weiter wachsen, um unseren Klienten die bestmögliche Begleitung zu ermöglichen! Denn JEDER Mensch hat es verdient, in seiner Ganzheit gesehen und entsprechend begleitet zu werden!

    Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg für Deinen tollen Weg im Yoga!!!

    Dinah